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Sonntag, 3. Oktober 2010

Ein Punk als Schuldirektor

Springerstiefel, Kapuzenjacke, Piercings, Irokosenschnitt, mal blau, mal gelb-grün gefärbte Haare – Matthias Isecke-Vogelsang sieht nicht aus wie der klassische Direktor einer Hauptschule. Seit 34 Jahren ist er bekennender Punker, seit 20 Jahren leitet er aber auch Hauptschulen in Schleswig-Holstein – erst in der Kleinstadt Süsel, seit August nun in einem Problemviertel in Lübeck.

 
So ungewöhnlich sein Äußeres ist, so bürgerlich ist Isecke-Vogelsangs Biographie: Er hat Deutsch, Geschichte, Musik und evangelische Religion studiert, ist seit 31 Jahren verheiratet, hat drei Kinder, engagiert sich in der Kirche und im Deutschen Roten Kreuz.

Punker ist und bleibt er trotzdem. Punk bedeute, sich für Benachteiligte einzusetzen, sagt er. Gelegenheiten dazu bieten sich reichlich. 40 Prozent seiner 500 Schüler stammen aus Migranten-, viele aus sozial benachteiligten Familien.

Die Kinder und Jugendlichen an der Gotthard-Kühl-Schule mögen ihren neuen Direktor. Sie stört das ungewöhnliche Aussehen nicht. Denn darauf kommt es auch gar nicht an.

Samstag, 20. Februar 2010

Strafen wegen Körperschmuck in Japan

Heute hab ich einen Artikel gefunden, der mich doch echt schmunzeln lässt.

In Japan werden demnächst Sportler mit Piercings, gefärbten Haaren oder bunten Fingernägel bestraft. Für die Synchronschwimmerinnen und Wasserspringern sind solch „optische Verfehlungen“ ab dem 1. April unter Androhung von drastischen Strafen tabu. Der nationale Schwimm-Verband weitete einen bereits für Schwimmer geltenden Maßnahmenkatalog auch auf diese beiden Sportarten aus. Ein Verstoß kann demnach sogar mit einer lebenslangen Sperre bestraft werden.
Die Regeln wurden im vergangenen Jahr beschlossen, um Sportler „vor Undiszipliniertheiten zu bewahren“ und zu verhindern, dass „Sportler eher wie Rockstars statt Schwimmer aussehen“! Nicht das die unter Wasser dann auch noch anfangen zu singen! :)

Auch das laxe Auftreten des japanischen Snowboarder Kazuhiro Kokubo bei den Winterspielen hat ihm die Teilnahme an einer Begrüßungsfeier im Olympischen Dorf gekostet. Kokubo war zu der offiziellen Veranstaltung mit Dreadlocks, schlecht gebundener Krawatte, zerknittertem Hemd und dem Hosenbund auf Kniehöhe erschienen.

Aber was ich an dem Artikel noch viel interessanter finde, ist ein Kommentar von einem Leser. Zitat: "Es ist tatsächlich für viele Zuschauer widerlich, diese volltätowierten und gepiercten Paradiesvögel anzusehen. Auch bei Fußballern ist es unappetitlich. Gut, daß das Trikotabreissen beim Torjubel verboten wurde. Sportler sollten ihre natürliche Schönheiten zeigen. "

Ich weiß gar nicht ob ich dazu noch was schreiben muss. Vielleicht nur noch eins: Ihr volltätowierten und gepiercten Paradiesvögel lasst die Finger vom Sport. Und ihr Fussballer lasst die Sachen an! So sind wir doch alle am schönsten! :-D

Quelle: www.focus.de

Sonntag, 23. August 2009

Lust am Horror-Körper

Piercing war gestern, heute sind Implantate und gespaltene Zungen angesagt. Wer auffallen will, muss extrem sein. Das gelingt mit Hörnern auf dem Kopf, Elfen-Ohren oder Brandzeichen. Doch was für den einen Schönheit oder sexuellen Kick bedeutet, kann für andere zur Sucht werden.


Wieder mal ein interessanter Artikel über Body Modification. Zu finden ist dieser unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,630922,00.html.

Bildquelle: www.spiegel.de

Montag, 10. August 2009

Interessanter Artikel über Body Modification

Ich hab soeben einen interessanten Artikel der Frankfurter Allgemeine Zeitung über Body Modification gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Es wird über verschiedene Personen berichtet, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit ihrem "Andersein" zurechtkommen. Das Verhalten gegenüber Oliver Neuhard kommt mir sehr bekannt vor und ich teile auch seine Einstellung dazu.


Ralf Fees (links) und Roland Zwicknapp,
Bodymodification-Studios Visavajara

Hier gehts zum Artikel:
http://www.faz.net/s/RubB62D23B6C6964CC9ABBFCB78BC047A8D/Doc~EC9D68C4088C04759A85AE59F2FAC77E5~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Bildquelle: www.faz.net

Dienstag, 26. Mai 2009

Piercings und Sicherheitskontrollen am Flughafen

Es gibt eine Frage die mir immer wieder gestellt wird. Ich höre sie grundsätzlich bevor ich in Urlaub fliege. Ständig werde ich gefragt, ob es nicht wahnsinnig piepst wenn ich durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen gehe! Und nun für alle, die gern die Antwort wissen möchten: NEIN! Meine Piercings sind alle aus Edelstahl und piepsen daher nicht. Weder die im Gesicht noch am Rest des Körpers. Nur Metall wird von diesen Sicherheitsgeräten erfasst. Also ich kann es nur verneinen, entgegen der Gerüchte die in verschiedenen Foren umherschwirren, wo manche denken, dass der ganze Flughafen in Alarmbereitschaft steht, wenn man da mit nem Nasenring durchlatscht. Aber auch die Gesichter der Sicherheitsbeamten lässt meist daraufschließen, dass auch sie es anders erwartet hätten. Aber ich mache natürlich niemandem einen Vorwurf. Woher sollen sie es auch wissen, schließlich kommt nicht jeden Tag so einer daher gelaufen.

Montag, 25. Mai 2009

Gruß an Kappa vom Piercingzange Blog

So sehr lange blogge ich ja noch nicht. Um so mehr hat mich erstaunt, dass doch glatt jemand ein Post über mich verfasst hat. Gruß an Kappa: Fühl mich sehr geehrt!

Die Besucherzahlen meines Blogs explodieren ja noch nicht, um so erfolgreicher ist es für mich, wenn dann mal einer dabei ist, der das gleiche durchmacht wie ich bzw. sich in meine Situation hinein verzetzen kann. Und alle die mehr als nur nen "Arschgeweih" oder ein Bauchnabelpiercing haben, wissen wovon wir reden bzw. schreiben.

Der Post ist echt zu empfehlen (Klar, geht ja auch um mich) :o) Und hier ist er zu finden: http://www.piercingzange.com/blog/2009/05/niemand-bloggt-allein-nicht-einmal-absolute-unikate/

Samstag, 23. Mai 2009

Aaah, ich leide an Verfolgungswahn

Heute war ich mal unterwegs, da ich mir nen Teil für meinen PC kaufen musste. Also bin ich los zu unserem Media Markt und ich wusste vorher schon genau was mich wieder tolles erwarten würde. Sobald ich an der "Eingansschleuse" vorbei war, folgte mir ganz unauffällig einer der im Anzug steckenden, dick bepackten "Security"-Menschen um zu beobachten wie ich mir ganze Fernsehgeräte und Laptops in den Rucksack stecke um sie später genüsslich raus zu tragen!
Naja, und nachdem ich den hinter mir gelassen hatte, folgte mir ne ganze Familie. Warum? Ja das frag ich mich auch! Am schlimmsten ist doch, sich eine gegenseitig am Ärmel zuppelnde Familie, die ganz unauffällig versucht auf mich aufmerksam zu machen. Da ich aber weder taub noch blind bin, kann ich es nochmal super wiedergeben.

Das sah ungefähr so aus:
"Guck mal, der da!"
"Wer denn?"
"Na der da. Boah, hat der viele Piercinge im Gesicht. Hast du das gesehen?"
"Ja, und die Löcher in den Ohren. Das tut doch weh!"
Kind zuppel zuppel am Ärmel: "Guck mal Mama, wie der aussieht!"

Ja danke wir haben es jetzt alle verstanden und gehört. Und das nicht nur ich!
Und am besten finde ich dann die, die sich am vorbei gehen, an die Nase und Ohren fassen um herauszufinden ob das vielleicht weh tut! :)

Donnerstag, 14. Mai 2009

Bin ich ein Star?

Manchmal frag ich mich das echt. Hört sich vielleicht eingebildet an, aber ihr werdet gleich verstehen warum.
Hier ein Beispiel: Als ich auf dem Weg in den Urlaub war, wurde ich am Flughafen München gleich von zwei Personen angesprochen, dass sie gern ein Foto mit mir zusammen machen wollten. In Thailand sprach mich ein Engländer an, auch er wollte ein Foto von mir haben, da er noch nie so viele Piercinge an einem Menschen gesehen hat. Bei der Nächsten war ich schon schlauer. Für das Foto was die Dame von mir schießen durfte, konnte ich zum Tausch mal ihr Handy benutzen. (besser als gar nichts)
Nett wie ich bin, sage ich natürlich nicht nein und pose für die heimische Digitalkamera. Da frag ich mich doch echt was mit mir danach passiert ist. Bin ich in einem Fotoalbum gelandet? In England, Timbuktu oder Buxtehude? Werde ich bei den Verwandten rumgereicht oder wird bei den Freuden über mich gelacht? Ich werde es wohl nie erfahren...ist vielleicht auch besser so!


Freitag, 8. Mai 2009

Verstecken oder öffentlich machen?

Es gibt Menschen die laufen den Tag auf Arbeit im Anzug rum und wenn sie nach Hause kommen und sich entblättern kommen Tattoos in rauen Mengen vor, die man nie erwartet hätte. Doch ich will mich nicht verstecken. Ich bin gerne tätowiert und möchte diese auch zeigen. Meine Tätowierungen hören nicht dort auf, wo das T-Shirt aufhört. Natürlich stößt das nicht überall auf Verständnis, aber was hat mein Aussehen mit meinem Charakter zu tun? Bin ich deswegen ein schlechter Mensch? Andere färben sich die Haare, lassen sich die Nase korrigieren oder das Gesicht liften – werden die blöd angeguckt oder verurteilt? Nein man freut sich mit Ihnen, dass sie in ihr eigentliches Aussehen eingegriffen haben und den Mut hatten daran etwas zu verändern.

Natürlich muss jeder selbst wissen ob er seine Tattoos oder Piercings zur Schau stellt oder sie lieber im Verborgenen lässt.

Für mich selbst weiß ich, lernt man mich erstmal kennen, erkennen die meisten Menschen, dass man sehr gut mit mir auskommt. Aber dazu muss es erstmal kommen….